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Mecklenburg-Vorpommern setzt auf Nolte: Mobile Munitionsvernichtung spart Kosten und erhöht die Sicherheit vor Ort

  • hendriknolte
  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Lärz / Jessenitz, Mecklenburg-Vorpommern. Das Land Mecklenburg-Vorpommern setzt bei der Beseitigung von Altmunition auf die Expertise von Nolte Ammunition Services. Nach einer europaweiten Ausschreibung wurde unser Unternehmen mit der Vernichtung von Lagerbeständen beauftragt – mit Deutschlands derzeit einziger mobiler Munitionsvernichtungsanlage.


Am ehemaligen Militärflugplatz Lärz betreibt der Munitionsbergungsdienst Mecklenburg-Vorpommern (MBD) einen Bunker, in dem bis zu 500 Tonnen Kampfmittel zwischengelagert werden können – bei maximal 49 Tonnen reiner Explosivstoffe. Diese Bestände wurden durch den Einsatz der mobilen Anlage in den vergangenen Monaten weitgehend abgearbeitet.


Der nächste Schritt steht bereits fest: Die Anlage zieht nach Jessenitz bei Lübtheen um. Dort sollen in den kommenden zehn Jahren rund 2.700 Tonnen Kampfmittel aus munitionsbelasteten Flächen geborgen und möglichst direkt vor Ort vernichtet werden. Die Waldbrände bei Lübtheen 2019 haben eindrücklich gezeigt, welche sicherheitsrelevanten Risiken von solchen Flächen ausgehen – ein dezentrales, mobiles Konzept ist hier ein entscheidender Vorteil.


Warum setzen Auftraggeber auf die mobile Anlage von Nolte?


Bislang mussten geborgene Kampfmittel aus Mecklenburg-Vorpommern in einer stationären Bundesanlage in Munster (Niedersachsen) vernichtet werden. Das bedeutete aufwendige Gefahrguttransporte über lange Strecken, hohe Logistikkosten und Abhängigkeit von stark ausgelasteten stationären Kapazitäten.


Mit der mobilen Vernichtung direkt in der Region ändern sich die Rahmenbedingungen grundlegend:

  • Mehr Sicherheit durch deutlich weniger Gefahrguttransporte

  • Weniger Kosten dank kurzer Wege und schlanker Logistik

  • Hohe Flexibilität, weil die Anlage dorthin kommt, wo die Altmunition anfällt

  • Planbare Kapazitäten, unabhängiger von überlasteten Drittanlagen


Wie die mobile Anlage von Nolte vor Ort arbeitet


Kernstück der mobilen Anlage ist ein sprengsicherer Verbrennungsofen mit mehrstufiger Rauchgasreinigung. Die Explosivstoffe werden bei bis zu 650 °C thermisch zerstört. Schadstoffe werden über Filtersysteme zurückgehalten, sodass keine ungefilterten Rauchgase in die Umwelt gelangen. Übrig bleiben Metallhülsen und -teile, die als Schrott verwertet werden.

In Lärz wurden zuletzt verschiedenste Kampfmittelarten verarbeitet – von Infanteriemunition und Handgranaten bis hin zu Sprenggranaten mit Kalibern bis 12,8 cm. Größere Kampfmittel werden vor der thermischen Vernichtung in einer speziell gesicherten Sägestation vorbereitet.


Mit dem Einsatz der mobilen Munitionsvernichtungsanlage zeigt Mecklenburg-Vorpommern, wie moderne Kampfmittelbeseitigung heute aussehen kann: sicher, wirtschaftlich und umweltverträglich. Wir freuen uns, diesen Weg als Partner des Landes aktiv mitzugestalten.

Weiterführende Informationen


Über den Einsatz der mobilen Munitionsvernichtungsanlage in Mecklenburg-Vorpommern wurde u. a. in folgenden Medien berichtet:

 
 
 

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